Entwicklung eines adaptierten Anbaugeräts an Forst-Rückemaschinen zur regelmäßigen Reinigung von Forstwegen/-straßen während der Rückeeinsätze

Forstwegeräumer - Mechanische Untersuchung und Betriebssimulation

Projektlaufzeit:

09/2020 - 04/2023

Projektleitung (Fakultät):

Herr Prof. Dr. Thomas Linke (Kraftfahrzeugtechnik)

Kontakt:

Herr Prof. Dr. Thomas Linke

thomas.linkefh-zwickaude

Kooperationspartner:

KD Stahl- und Maschinenbau GmbH, Breitenworbis
Forstunternehmen Michael Bergelt, Marienberg

Fördermittelgeber:

BMWi

Stichworte bzw. Deskriptoren:

Förderkennzeichen: 16KN079427

Situation

In Deutschland werden jährlich 76 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen (Quelle: www.bundeswaldinventur.de).Zur weiteren Verarbeitung muss das eingeschlagene Holz aus dem Wald abtransportiert werden.Dies beginnt mit dem sog. Rücken des Holzes.Dabei werden geländegängige Forstspezialfahrzeuge auf den unbefestigten Wegen, sog. Rückgegassen, eingesetzt.Um einerseits eine sehr hohe Traktion und andererseits eine maximale Bodenschonung in diesen Bereichen zu gewährleisten, sind die Forstspezialfahrzeuge entweder mit großen, stark profilierten Reifen ausgestattet oder mit Fahrbändern, welche über die Reifen gezogen werden und für eine starke Vergrößerung der Aufstandsfläche sorgen.Die unbefestigten Rückegassen enden an befestigten Wegen, den sog. Abfuhrwegen.Diese Wege dienen einerseits dem Abtransport des Holzes durch LKW, werden aber andererseits auch stark durch Wanderer, Radfahrer oder andere Erholungssuchende genutzt.Während eines Rückeeinsatzes muss ein Rückefahrzeug mehrere dutzende Male von der Rückegasse auf die Abfuhrwege fahren, um das Holz abzulagern.Dadurch entstehen oft dicke auflagernde Schichten von Bodenmaterial auf den Wegen.Die Reinigung von Wegen erfolgt heute normalerweise einmalig nach einem Rückeeinsatz.Verbleibt das Material für längere Zeit auf den Wegen, trocknet es oftmals aus und „bäckt“ auf dem Weg an, wodurch das Entfernen zunehmend aufwendiger wird.Hierbei ist eine vollständige Entfernung ohne gleichzeitige Beschädigung des Wegekörpers oft nicht mehr möglich.Durch den erhöhten Arbeitsaufwand steigen die Kosten für die Reinigung, sodass bei heutiger Herangehensweise trotz relativ hoher Reinigungskosten oft nicht zufriedenstellende Ergebnisse erreicht werden.

Aufgabe

Ziel des geplanten Projektes ist die Entwicklung eines Gerätes zur Entfernung von aus dem Bestand ausgetragenem Bodenmaterial von der Wegoberfläche. Dieses wird als Anbaugerät an Forwarder oder Rückeschlepper konzipiert, um so auf teure zusätzliche Spezialmaschinen verzichten zu können. Hierfür ist es notwendig, das Anbaugerät schnell an die Tragfahrzeuge an- bzw. abmontieren zu können und so eine hohe Arbeitseffizienz zu erzeugen. Zudem soll so eine regelmäßige Reinigung des Weges während der Rückeeinsätze ermöglicht werden, um ein zwischenzeitliches Anbacken der Schicht auf dem Weg zu verhindern. Daneben muss eine Möglichkeit geboten werden, das zu entfernende Material aufzunehmen und separat ablegen zu können, da ein einfaches „Zur-Seite-Schieben“ die entlang der meisten Wege liegenden Entwässerungsgräben verstopfen und so eine langfristige Zerstörung des Weges nach sich ziehen würde. Ebenso muss ausgeschlossen werden, dass der zu reinigende Weg durch die entwickelte Maschine während des Abziehens beschädigt oder in seiner Form verändert wird. Hierfür ist eine schonende und exakte Arbeitsweise des Systems notwendig. Allerdings ist dennoch eine hohe Robustheit sowie ein sehr einfacher Aufbau des Geräts notwendig, um einerseits den Herausfor-derungen im rauen Arbeitsumfeld der Waldarbeit gerecht zu werden. Andererseits kann bei der Nutzung des Geräts in Kombination mit Rückefahrzeugen nicht gesi-chert mit einer Versorgung mit Energie und Steuersignalen gerechnet werden, da an diesen Fahrzeugen keine dafür geeigneten Abgänge zur Verfügung stehen. Aus die-sem Grund ist das System als energetische und steuerungstechnische Stand-Alone-Lösung auszulegen.

Anhang

Bild 1 zur Aufgabe:

Bild 2 zur Aufgabe: