Innovative Anwendungen im Zukunftsfeld digitale Kommunikation - diKo 20

Dienstleistungen/Kommunikationsservice - Forschungsplattform für den interkulturellen Erfahrungsaustausch / Teilthema

Projektlaufzeit:

01/2018 - 12/2020

Projektleitung (Fakultät):

Herr Prof. Dr. Wolfgang Golubski (Physikalische Technik/Informatik)

Kontakt:

Herr Prof. Dr. Wolfgang Golubski

+49 (375) 536 1531
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Fördermittelgeber:

SMWK

Situation

An der Fakultät Sprachen (SPR) existiert eine umfangreiche Wissensbasis an Critical Incidents (CIs). CIs erfassen und strukturieren Erkenntnisse aus dem Umgang mit kritischen Situationen bei der internationalen Mobilität. In diesem Projekt wird eine sich regelmäßig aktualisierende Forschungsplattform und Wissensbasis für Critical Incidents etabliert, welche die Erforschung von Hotspots (typische Konfliktpotenziale in spezifischen Begegnungssituationen) und Stereotypen aus einer interkulturellen Perspektive ermöglicht. Ferner entsteht ein prototypisches mobiles Werkzeug, mit dem Nutzer in konkreten kritischen Situationen in der Wissensbasis nach Erklärungen und Handlungskonzepten suchen können und selbst erlebte kritische Situationen zeitnah und unkompliziert in die Wissensbasis einpflegen können.

Aufgabe

1. Innovative Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Interkulturellen Kommunikation.

Fremderfahrungen stellen neben Critical Incidents in der interkulturellen Forschung eine weitere Möglichkeit bereit, Erfahrungen und Erkenntnisse strukturiert zu beschreiben. Die Wissensbasis wird um die Möglichkeit Fremderfahrungen zu erfassen und zu verwalten ergänzt. Dabei sollen neben textuellen Beschreibungen insbesondere auch Audio-, Bild- und Videomaterial zur Beschreibung oder Illustration von Erfahrungen und Erkenntnisse verwendet werden können.

2. Forschungsziele im Bereich der HCI (Human Computer Interaction):

Die Akzeptanz der Benutzerschnittstelle ist heutzutage maßgebend für den Erfolg und die Verwendung von Online-Werkzeugen. Daher liegt der Hauptfokus auf Mechanismen zur Steigerung des Benutzererlebnisses für die verschiedenen Benutzergruppen. Die Vielfalt mobiler Endgeräte stellt heutzutage hohe Anforderungen an den Entwurf von Benutzeroberflächen. Weiterhin sind speziell im Rahmen der internationalen Mobilität Mechanismen im Funktionsdesign zur teilweisen Offlinefähigkeit notwendig, da mitunter keine oder eine nur sehr eingeschränkte Netzwerkkonnektivität vorhanden ist.

3. Forschungsziele im Bereich der Digital Humanities Backend Systeme:

Das Backend-System muss vielfältigen technologischen und fachlichen Ansprüchen genügen. Die Systemarchitektur muss eine homogene Verarbeitung der verschieden-medialen Daten ermöglichen, sowie beim Datenabruf Mechanismen bereitstellen, damit insbesondere mobile Geräte die Daten in einem geeigneten Format mit ausreichendem Detailreichtum abrufen können, um das Benutzererlebnis nicht unnötig einzuschränken. Die effektive Unterstützung der Anwendungsszenarien der verschiedenen Benutzergruppen bedarf der Analyse und Bewertung verschiedener Big-Data- und KI-Methoden sowie semantischer Technologien.