Umsetzung von Qualitätskonzepten in der Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (Verbundprojekt der Sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften)

Projektlaufzeit:

01/2015 - 12/2016

Projektleitung (Fakultät):

Herr Prof. Dr. Matthias Richter (Elektrotechnik)

Kontakt:

Herr Prof. Dr. Matthias Richter

+49 (375) 536 1460
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Fördermittelgeber:

SMWK

Stichworte bzw. Deskriptoren:

Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Prozessmanagement, Qualitätsmanagementsystem, ISO 9000

Situation

Die fünf staatlichen sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften stellen sich mit der Umsetzung des Projekts „Implementierung von Qualitätskonzepten in der Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften“ den aktuellen Erfordernissen, die sich aus dem hohen Bedarf an Forschungsleistungen und dem Wettbewerb mit anderen Hochschul- und Forschungseinrichtungen (national und international) ergeben. Die technologische Leistungsfähigkeit und die Innovationskraft von Wissenschaft und Wirtschaft werden auch künftig die Zukunftsfähigkeit Deutschlands bestimmen – Grundvoraussetzung hierfür ist eine Stärkung der anwendungsorientierten, wirtschaftsnahen Forschung, indem diese effizient, nachhaltig und zukunftsorientiert ausgerichtet wird. Gerade an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften findet man durch die enge Vernetzung mit Wirtschaft und Unternehmertum beste Voraussetzungen dafür.

Stärkung der Forschung heißt in diesem Kontext:

  • Forscher motivieren
  • Abläufe effizienter gestalten / Schwachstellen ermitteln und abbauen
  • Strukturen leistungsfähiger ausstatten
  • Anforderungen und Standards definieren und deren Umsetzung sichern
  • Evaluationsprozesse gestalten / durchführen

Dies schließt neben der Sachqualität der Prozessabläufe auch Fragen der Kommunikationskultur und der umfassenden Verwirklichung des Servicegedankens in allen den Kernprozess „Forschung“ unterstützenden, administrativen Tätigkeitsbereichen ein.

Aufgabe

Ziel des beantragten Projektes ist es, die in den vergangenen Jahren bereits erarbeiteten Qualitätskonzepte umzusetzen, indem die identifizierten und konzipierten Strukturen, Instrumente und Maßnahmen nunmehr in einem eigenständigen Projekt an den einzelnen Einrichtungen entwickelt, implementiert, erprobt und validiert werden. Perspektivisch soll so der Bereich „Qualitätssicherung Forschung“ zu einer eigenständigen, tragfähigen Säule innerhalb des an den einzelnen Hochschulen entstehenden „Integrierten Qualitätsmanagements“ entwickelt werden.

Im strategischen Handlungsbereich ergeben sich folgende Arbeitsaufgaben:

  • Ausbau und Optimierung bisher vorhandener Strukturen zur Qualitätssicherung in der Forschung
  • Identifikation von vorhandenen und sich zukünftig ergebenden Schnittstellen mit anderen Systemen zur Hochschulsteuerung (Campusmanagementsystem (CMS), Risikomanagement, Dokumentenmanagement, Enterprise Resource Planing (ERP))
  • Überführung der Ergebnisse in nachhaltige Prozess- und Organisationsstrukturen
  • Weiterführung QM-Zirkel und Wissensaustausch mit anderen Hochschulen/Erfahrungsträgern, auch unter Einbeziehung des europäischen Auslands
  • Etablierung des Forschungs-QM als eigenständige Säule innerhalb eines künftigen integrierten QM-System mit Lehre und Verwaltung

Die gemeinsamen operationellen Aufgaben umfassen folgende Arbeitsbereiche:

  • Verbesserung der Services für Forschende und der Forschungskommunikation nach innen und außen (Forschungsmarketing, Forschungsnetzwerke)
  • Gestaltung effizienter Abläufe und die Festschreibung in Prozessen und dazugehörigen Dokumenten
  • Weiterentwicklung bestehender Lösungen zur Erfassung und Nutzung forschungsrelevanter Daten, Konzipierung eines gemeinsamen Forschungsinformationssystems
  • Analyse und Bewertung der Forschungsleistungen über Kennzahlen – Entwicklung der Kennzahlen in Anlehnung an den Kerndatensatz des Wissenschaftsrates (Verabschiedung voraussichtlich August 2015)
  • Entwicklung und Implementierung von organisatorischen und strukturellen Verbesserungen
  • Evaluierung implementierter Maßnahmen im Hinblick auf den kontinuierlichen Verbesserungsprozess