Adaptives Schneiden offener dünnwandiger oberflächenveredelter Aluminiumprofile

Projektlaufzeit:

09/2012 - 02/2015

Projektleitung (Fakultät):

Herr Prof. Dr. Matthias Kolbe (Automobil- und Maschinenbau)

Auftraggeber:

AiF

Kontakt:

Herr Prof. Dr. Matthias Kolbe

0375 536 1724
Matthias.Kolbefh-zwickaude

Kooperationspartner:

HLG Werkzeugbau GmbH

Stichworte bzw. Deskriptoren:

Schneiden, Profile, Aluminiumlegierungen, Schnittflächenqualität

Situation

Gegenwärtig und zukünftig werden Aluminiumprofile in einer Vielzahl moderner Produktgruppen der unterschiedlichsten industriellen Bereiche (z. B. Solartechnik, Sanitärtechnik, Türen- und Fensterbau, Fahrzeugbau, Metall- und Industriebau und der Möbelindustrie) eingesetzt. Die Profilstangen in den verschiedensten Querschnitten werden durch Strangpressen hergestellt und sind häufig oberflächenveredelt (z. B. Eloxal-Schicht). Die in großen Stückzahlen benötigten Profilabschnitte werden oftmals durch Sägen abgetrennt. Die dabei entstehenden Späne müssen aufwendig entfernt werden, bzw. Restspäne beeinflussen die nachfolgenden Fertigungsschritte erheblich.

Aufgabe

Die Herausforderung des Projektes besteht darin, eine Schneidtechnik zu entwickeln, die es ermöglicht, die Profilabschnitte schnell, qualitätsgerecht und ohne undefinierte Spanbildung vom Stangenmaterial zu trennen. Der Prozess soll adaptiv sein, d. h. für einen Großteil offener Profilformen sicher anwendbar sein. In die Bearbeitung werden Profilformen einbezogen, die durch einen umschreibenden Kreis von maximal 100 mm begrenzt sind und eine maximale Wanddicke von 2,5 mm aufweisen. Ausgehend von grundlegenden Untersuchungen in einem Schneidwerkzeug sollen eine modular aufgebaute Schneid- und eine Vorschubeinrichtung entstehen. Als Ziel wird ein hochwertiges Schnittergebnis ohne zeit- und kostenintensive Nacharbeit angestrebt. Die geschnittenen Profilstücke dürfen keine geometrischen Deformationen aufweisen. Es werden Schnittflächen mit einem hohen Glattschnittanteil und gratfreier Schnittkante gefordert. Die Oberflächenveredlung des gesamten Profils und besonders des Bereiches der Schnittkante muss frei von Beschädigungen (z. B. Risse, Abplatzungen) sein.